Expert*innen

Auftaktveranstaltung 18.09.2018, Fraunhofer SIT Darmstadt

 

Prof. Dr. Caja Thimm ist Professorin für Medienwissenschaft und Intermedialität an der Universität Bonn und leitet dort die Abteilung „Medienwissenschaft“. Caja Thimm forscht seit vielen Jahren zu Onlinemedien – hier besonders zu Fragen von Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, zu Mobilkommunikation oder auch zur Digitalen Demokratie.

Prof. Thimm ist seit 1. Oktober 2017 Sprecherin des Forschungsverbundes “Digitale Gesellschaft”. Dieser Verbund besteht aus einem Graduiertenkolleg und sechs Nachwuchsforschergruppen, die sich thematisch mit der Frage beschäftigen, wie sich durch die digitale Transformationsprozesse   Gesellschaftsstrukturen verändern. Ein spezieller Schwerpunkt liegt auf der Frage nach der Zukunft der Demokratie unter digitalen Bedingungen. Weiterhin leitet sie dort (zusammen mit Prof. Christoph Bieber) das Teilprojekt „Ethik und Verantwortung in der digitalen Gesellschaft: Datenpraktiken in Verwaltung und Journalismus“.

 

Prof. Dr. Petra Grell ist Professorin für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der Technischen Universität Darmstadt.

Sie forscht zu Fragen der Bildung in einer digital geprägten Kultur und zu interaktiven Medien in institutionellen Lehrkontexten.
Sie ist Link Convenor des Networks „Open Learning, Media, Environment and Cultures” der European Educational Research Association (EERA)

 

Dr. Christoph Köck: seit dem Jahr 2013 arbeite ich als Direktor des Hessischen Volkshochschulverbandes in Frankfurt am Main.
Als gelernter Kulturanthropologe war ich zuvor an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland tätig (München, Mainz, Zürich, Innsbruck, Lund).

In den 1990er Jahren konzentrierte ich mich auf den Bereich Medienethnologie. Mich beschäftigte, wie und warum Menschen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten Medien anwenden. In der Erwachsenenbildung bin ich seit dem Jahr 2001 tätig. Mich interessieren die Umwälzungen, die das Netz im Lernalltag und bei der politischen (Willens-)Bildung auslöst, und die Gestaltungsmöglichkeiten, die wir mit dem Netz haben. Im Deutschen Volkshochschul-Verband bin ich an der Entwicklung der Digital-Strategie beteiligt.

 

Prof. Dr. Markus Höffer-Mehlmer alias Büb Käzmann ist ein deutscher Kabarettist, Publizist und Erziehungswissenschaftler.

Er studierte Sozialpädagogik in Köln und Pädagogik in Frankfurt/Main. Er promovierte in Pädagogik, Spanisch und vergleichender Sprachwissenschaft, habilitierte sich in Pädagogik. Er arbeitete als Jugendpfleger, Bildungsreferent und als Hochschullehrer an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Universität Koblenz-Landau sowie als Gastdozent und Lehrbeauftragter an den Universitäten Darmstadt, Trier, Valencia (Spanien), Istanbul und Muğla (Türkei). Seit 2013 ist er außerplanmäßiger Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Markus Höffer-Mehlmer gehörte 1995 zu den Gründungsmitgliedern des alternativen Mainzer Fastnachtsverein Meenzer Drecksäck. Seit 2006 ist er als Solo-Kabarettist mit dem Künstlernamen Büb Käzmann mit dem Büb Käzmann Kabarett-Kollektiv unterwegs. Seit 2011 schreibt er in der Mainzer Rhein-Zeitung seine Montagskolumne “Käzmanns Woche”.


Webinar 14.11.2018

Dr. Antje Schrupp ist Politikwissenschaftlerin, Publizistin und Journalistin. Sie lebt in Frankfurt am Main – und im Internet. In ihrem Blog “Aus Liebe zur Freiheit” begleitet sie seit zehn Jahren regelmäßig aktuelle politische Entwicklungen aus einer feministischen Perspektive; 2012 wurde sie dafür mit dem Publikumspreis “Goldener Blogger” ausgezeichnet. Eines ihrer Schwerpunktthemen ist die Entwicklung des Journalismus im digitalen Zeitalter und die Herausforderungen der sozialen Medien für die Demokratie.

 

Dr. Cecilia Mussini, Lehrbeauftragte für Literaturwissenschaft am Institut für Italienische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München.

Netz und Politik sind für mich kaum trennbar: Seitdem ich politisch aktiv bin, nutze ich intensiv das Netz sowohl als Austauschinstrument als auch zu Werbezwecken. Aus der Militanz entstand ein theoretisches Interesse, das – vielleicht konterintuitiv? – sehr gut zu meinem Fach, der italienischen Philologie, gepasst hat. Denn Kommunikation im Netz kann im Grunde wie jeder Text analysiert und beobachtet werden und sogar Fake-News können mit den Mitteln der guten alten Philologie erforscht werden.

Nach der aktiven Mitarbeit an mehreren Kampagnen im italienischen Kontext (entscheidend war in diesem Sinne die Kampagne zur Verfassungsreform-Volksabstimmung im Jahr 2016, bei der wir sehr früh externe Einflüsse und den gezielten Gebrauch von Fake-News beobachten durften) habe ich an der Gestaltung und Durchführung von kleinen Workshops zum Thema Fake-News für unsere Militanten mitgewirkt.
Zur Zeit arbeite ich u.a. für eine aus dem Ausland gewählte italienische Abgeordnete (ja, wir im Ausland lebende Italiener haben unsere Vertreter im italienischen Parlament!).